Ein zauberhaftes audio-visuelles Live-erleb-niss

Ein zauberhaftes audio-visuelles Live-erleb-niss

Nachdem das Projekt "Schiller" bereits unzählige Charterfolge für sich verbuchen konnte, hieß es im Frühjahr 2004 nach über vier Jahren das erste Mal "Schiller LIVE erLEBEN". Viele Leute waren erstaunt über Christopher von Deylens Entscheidung, seine elektronische Musik live zu präsentieren und glaubten auch nicht an einen Erfolg. Doch auch der letzte Kritiker wurde eines Besseren belehrt. So schaffte es "Mastermind" Christopher, seine Musik neu zu arrangieren und absolut Bühnentauglich zu machen und erzielte damit eine nahezu ausverkaufte Tour mit etwa 30.000 verkauften Tickets.

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Bereits auf der im April erschienen DVD "Leben" konnte man in den Genuss von Schiller live kommen. Ein "geheimes" Konzert, das ursprünglich auch als "das Einzige" geplant war, war in Ausschnitten auf dieser DVD zu finden. Bereits dort konnte man die Begeisterung der Zuschauer sehen, Schiller endlich live zu erLEBEN. Die größte Begeisterung war jedoch Christopher von Deylen selbst ins Gesicht geschrieben. Er war wohl der Allerletzte, der an eine solch große, positive Resonanz geglaubt hat. So sah man ihn auf dem Gig in Berlin verschmitzt lächeln und hatte das Gefühl, er fühle sich noch nicht so richtig zu Hause auf der Bühne.

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Aufgrund dieser großen Resonanz entschloss sich das Team rund um Christopher von Deylen ein komplettes Live-Programm auf die Bühne zu stellen. Die Schiller-Klassiker wie das "Glockenspiel" oder "Ruhe", aber auch die neuen Hits untermalt mit den erstklassigen Stimmen von Anke Hachfeld (Mila Mar), Peter Heppner, Kim Sanders und nicht zuletzt Alexander Veljanov und Sarah Brightman. Allesamt perfekt arrangiert für die Präsentation vor Publikum.

Von Deylen stellte eine Band zusammen, von der viele Musiker wahrscheinlich nur Träumen können. Schlagzeuger Garry Wallis begleitete bereits "Pink Floyd" an den Drums, und beherrscht sein Instrument erstklassig. Im Stehen spielt er an einem "Ungetüm" von Schlagzeug, das auch die entsprechenden Vibrationen im Konzertsaal erzeugt. Allein dieses Instrument fasziniert einen als Zuschauer schon enorm. Am Bass zu finden ist Tissy Thiers (Moti Special), ein Garant für gute Laune, trotz einem Instrument mit nur vier Saiten. An den Synthesizern bzw. am Vocoder ist kein geringerer als Christopher Papendieck, bekannt aus der Band von Jean-Michael Jarre. Bleibt noch Mickey Meinert, bekannt durch das Blues Duo "Meintert & Kropp", an einer Vielfalt von Gitarren, elektrisch sowie auch akustisch.

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Am 22.April machte die Schiller Crew in Düsseldorf Halt. Dort wurde mit unzähligen Kameras das gesamte Konzertgeschehen festgehalten. Die Kameramänner hatten aber keinen Grund um durch Tricks die Halle voll aussehen zu lassen, denn das war sie wirklich. So konnte der Kamerakran "gemütlich" über das gesamte Publikum schwenken und die ohne Ausnahme feiernde Zuschauerschar zeigen. Leider sind, mal abgesehen von der Krankamera, die Positionen der Kameras recht statisch, sodass man zwar einen Blick auf die Bühne aus unterschiedlichen Blickwinkeln hat, aber z.B. keine Kamera, die sich um einen der Musiker herumbewegt. Enttäuschend ist auch zu Beginn die Schärfe einiger Kameraeinstellungen. Jeder Fotograf bzw. Kameramann wird aber Verständnis dafür haben, denn jeder Autofokus einer Kamera wird bis an sein Äußerstes getrieben, soll er in einer nur blau erleuchteten Umgebung einen bestimmten Punkt scharf stellen.

Besonderen "Spaß" hat man an der Kamera, die direkt vor Christophers Keyboards steht. So sieht man ihn des Öfteren während des Konzertes begeistert grinsen, fasziniert Blicken oder auch einfach nur seine eigene Musik genießen. Manchmal wirken seine Blicke, als wäre er selbst der Zuschauer und das Publikum der Künstler, um den es geht.

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Der Live-Sound von Schiller begeisterte einen in Live, insbesondere durch die gewaltigen Drums, extrem. Auch hatte man kaum noch den Eindruck, dass es die Musik jemals in einer komplett elektronischen Version gegeben hatte. Viele Stücke wirken, als wären sie bereits für eine solche Instrumentierung ausgelegt. So verleiht Mickey Meinert Song wie "Sommerregen" oder "Ruhe", durch seine Kunst an der E-Gitarre, einen Hauch von Pink Floyd. Insgesamt wirken viele der Songs sehr rockig. Außer den ursprünglichen Melodien, die immer noch die Keyboards produzieren, ist Schiller kaum noch in der Songs wieder zuerkennen, was aber keinesfalls negativ ist. Dieser Livesound wird auf der DVD erstklassig, in Dolby Surround Sound (5.1), in Szene gesetzt.

Nicht zuletzt Kim Sanders setzt diesem Konzert das "I-Tüpfelchen" auf. Neben ihrer faszinierenden Stimme, zieht sie das Publikum mit ihrem Charme in ihren Bann. So beginnt die gebürtige US-Amerikanerin mit einem "süßen" Mix aus Deutsch und Englisch, wobei das Deutsch sehr akzentfrei klingt und sogar ein "Düsseldorf" nicht wie "Dusseldorf" klingt. Charmant fordert sie das Publikum zum mitmachen auf ("Let's do some Klatschen.") und macht aus Schiller Soulmusik, wie sie schöner nicht sein könnte.

Wer allerdings hofft das gesamte Konzert auf DVD zu bekommen, dem sei gesagt, dass sich "nur" knappe 100 Minuten der Liveshow auf DVD befinden, was allerdings verständlich ist, erschien die DVD doch zwei Wochen vor Beginn der Tourfortsetzung. Trotz allem, oder gerade deshalb, macht die DVD Appetit auf einen (Live-)Besuch der Tour.

Neben dem Konzert findet man noch Backstageberichte, entstanden während der Tour im Frühjahr, einen von Christopher selbst produzierten Zeitraffer des Bühnenaufbaus samt Konzert und vielen weiteren Informationen rund um Schiller.

Parallel zur DVD erschien auch eine Live-CD. Ebenfalls in Dolby Surround (aber auch in Stereo abspielbar) gibt es 12 Tracks des Düsseldorfer Konzertes zu hören. Mit entsprechender Anlage im Auto kann man schon beinahe eine kleine Bass-Vibration seiner Kleidung spüren, fast so, als stünde man direkt vor Garry Wallis Drums ...

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Diese beiden Live-Releases sind nicht nur für jeden Fan ein Must-Have. Auch Musikliebhaber, die sich in die Welt von Schiller fallen lassen wollen, sollten den Kauf nicht scheuen.


Das stagePRESS Schiller-Special