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Am 25.11.2004, vor dem letzten Konzert der "Leben"-Tour, trafen wir uns mit Christopher von Deylen (Schiller) zum Interview.
Christopher erzählte uns allerlei aus dem Touralltag, seinen weiteren Plänen und den zukünftigen Arbeiten.
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Die Tour war ja ein Riesenerfolg. Auffällig war die gute Stimmung, nicht nur vor, sondern auch auf der Bühne. Wie hast Du die Band zusammengestellt?
Ja, wir verstehen uns einfach gut, auch musikalisch verstehen wir uns gut . Wir sind ganz verschiedene Charaktäre, die aber grade in der Ergänzung dieses schöne Gesamtbild ausmachen. Das war natürlich gewünscht und erhofft, aber nicht mit Absicht herbeigeführt, das kann man nicht, das ist unvorhersehbar. Es hätte genauso gut sein können, dass alles ein bisschen sachlicher abläuft.
Die Band ist durch Zufälle zusammengekommen. Ich kannte Tissy privat schon einige Jahre, er hat ja auf den ersten Schillerplatten im Studio schon Bass gespielt, ich kannte Christoph Papendiek schon ganz lange, und als dann vor drei Jahren das erste Konzert für Arte stattfinden sollte, habe ich Tissy gefragt, ob er nicht Bass spielen möchte - es musste eine Band her, für mich war klar, dass ich das nicht alleine machen möchte. Ich habe Christoph gefragt, ob er nicht jemanden kennt, der Schlagzeug spielen möchte, und er kannte kannte wiederum Gary, und Mickey kannten wir beide. So ergab sich das dann, dass diese Sache, die für eine einmalige Performance geplant war, sich so zusammengefunden hat und dass das so weiterging, ist schon toll.
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Wie ist die Entscheidung gefallen, nach dem Konzert in der Kulturbrauerei, das ja auch wieder als einziges Konzert geplant war, auf Tour zu gehen und diese jetzt sogar noch zu verlängern?
Das Konzert in Berlin war ein Test. Alles, was es vorher gab, war vor geladenem Publikum, man konnte keine Karten kaufen. Wir haben versucht, einen Showcase für die Medienleute zu verbinden mit einem richtigen Konzert, für das man auch Karten kaufen kann, um zu schauen, wie das angenommen wird, denn die einen sagten, "Das kommt bestimmt super an", .und andere, inklusive mir, waren da eher skeptisch und konnten sich nicht vorstellen, warum das Interesse finden soll. Es fand aber großes Interesse, so dass es nicht mehr so abwegig war, zu überlegen, ob man nicht mehrere Termine hinbekommen könnte. Das haben wir im Oktober gleich entschieden, aber mit Absicht erst für den April geplant, um die Zeit zu haben, alles vorzubereiten und bekannt zu machen. Wir hatten natürlich den Wunsch, auf Tour zu gehen, weil uns die Einzelkonzerte großen Spaß gemacht haben, da war schon der Wunsch, das fortzuführen - man übt und macht und tut und hat nur eine Show, das ist natürlich ineffektiv. Auch der Veranstalter hat mitgespielt und auch das Risiko mit übernommen. Auch wir oder vielmehr ich habe Risiko übernommen, zum Glück hat es sich für das Publikum und für uns auch sehr gelohnt , weil es einfach großen Spaß gemacht hat.
Es muss doch auch logistisch sehr schwierig sein, alle unter einen Hut zu bringen, Musiker, Gastsänger, die ja alle eigene Bands und Projekte haben?
Ja, das ist nicht leicht, das muss man lange im Voraus planen. So eine Tour muss sowieso lange im Voraus geplant werden, die Planung läuft schon monatelang, bevor man die ersten Plakate sieht. Die Verlängerung kam daher, dass die erste Tour so unerwartet gut funktioniert hat, und es gab noch einige weiße Flecken auf der Landkarte, da wollten wir auch noch hin.
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Die Nachfrage ist ja sehr groß, einige Konzerte mussten verlegt werden, die Hallen sind deutlich größer als noch im Frühjahr.
Ja, teilweise., es ist nach oben und nach unten gegangen. Es gab z.B. einige Konzerte, in Kassel und Freiburg, die waren wesentlich kleiner, da waren nur 600 - 700 Leute, und Köln, das größte Konzert, das waren fast 3000 Leute, Hamburg war relativ groß, heute sind es knapp 1000 Leute - in den Ballungsgebieten ist es nach oben gegangen, in den anderen Gebieten muss man erst einmal anfangen, sich ein Publikum zu erspielen. Es war von vorneherein klar, dass man es da nicht so leicht hat, aber man muss es halt trotzdem machen.
Was macht mehr Spaß?
Das ist schwer zu vergleichen. Wir waren gestern in Bremen, das war deutlich kleiner als z.B. Hamburg,, hat aber - zumindest von der Bühne betrachtet, was natürlich subjektiv ist, aber es schien ein bischen...oder andersrum: Je kleiner es ist, desto größer die Chance, dass es clubmäßig , also intensiver ist. Das heißt nicht, dass wir besser spielen, aber man ist eher eins mit dem Publikum und andersrum. Auf größeren Konzerten hat man auch Schwierigkeiten, sich seine Fixpunkte im Publikum zu suchen, das ist eher eine große Masse - das macht auch großen Spaß, aber ist natürlich...sagen wir mal so, sowas in der Größe hier macht sehr viel Spaß, aber für die Show eigentlich keinen Sinn, weil die Produktion viel zu groß ist dafür. Man kann sich den Luxus nicht erlauben, zu sagen, das ist besser , deswegen spielen wir jetzt vor möglichst wenig Leuten, das geht nicht - jedenfalls nicht, wenn man auf Dauer weiter diesen Aufwand betreiben möchte, da muss man schon gucken, dass man eine gewissen Mindestanzahl von Leuten hat, die ins Konzert kommen.
Siehst Du auch eine "Höchstgröße"?
Ich weiß es nicht genau, es ist nicht das Ziel, möglichst schnell in die ganz großen Hallen zu kommen, ich will aber auch nicht sagen, das käme gar nicht in Frage. Das wird dann aber eine komplett andere Show sein, heute ist sowieso das letzte Mal, dass wir die Show so, wie sie jetzt ist, aufführen. Es sei denn, dass im nächsten Jahr ein, zwei Festivals dazukommen, das ist aber noch nicht sicher. Aber auch die nächste Schiller-Tour wird nicht automatisch in Arenen sein, es wird ja wieder diese Größe, vielleicht einen Tick größer, aber die Show wird anders sein, ein ganz anderer Aufbau Es wäre schon spannend, mal zu überlegen, was man in so einer ganz großen Location machen könnte, aber es ist momentan der falsche Zeitpunkt, darüber nachzudenken. (lacht)
Auf Deiner Homepage habe ich gelesen, Du planst nächstes Jahr ein etwas ruhigeres "Schillerjahr", andererseits ist für den Sommer bereits eine neue CD angekündigt.
Ja, für den Spätsommer...ich habe natürlich keinen Einfluss darauf - ich würde mir wünschen, dass sie im August oder September veröffentlicht werden kann, aber das ist der Wunsch. Wir werden sehen, in wiefern sich das machen lässt - sie muss ja auch gut sein, von daher...mal schauen!
Im Internet kursiert seit einiger Zeit das Gerücht einer US-Tournee im nächsten Jahr?
Es gibt Gespräche, aber noch nichts, was Kontur angenommen hätte. Es ist eine Überlegung, mehr nicht. Die Plattenfirma ist da etwas forscher, als ich es wäre...ich würde das jetzt noch nicht kommunizieren. Sonstige Auslandsauftritte? Es gibt viele Anfragen, aus Griechenland, aus der Türkei, aus Dubai, aus Polen...da müssen wir mal gucken, wir werden wohl nicht umhin kommen, ein "Schiller Light"-Konzept zu machen, weil man natürlich mit diesem Aufwand da nicht hinfahren kann, das kann einfach keiner bezahlen. Es macht keinen Sinn, all das für einen Auftritt dorthin zu bringen, das geht nicht.
Hast Du die neue CD schon "im Kopf", gibt es schon irgend etwas, was Du dazu sagen kannst oder willst?
Es gibt noch gar nichts dazu, original nichts. Ich habe versucht, mich das Jahr über ein bisschen damit zu beschäftigen, habe dann aber gemerkt, dass alles andere - die Tournachbereitung und die Tourvorbereitung, Live-DVD und -album, die Kinoscreenings und all das, was wir unbedingt selbst machen wollten - soviel Zeit in Anspruch genommen hat...man kann einfach nicht sagen "Jetzt habe ich mal zwei Stunden Luft, wo ich mir Gedanken über Musik machen kann", das geht einfach nicht, da muss man über einen längeren Zeitraum "freie Bahn haben". Und das ist jetzt der Fall - das Konzert heute noch und ein, zwei Kleinigkeiten...nein, nichts mehr, gar nichts mehr! (lacht) Dann kommt Weihnachten, dann werde ich in Urlaub fahren und dann ab Februar mit freiem Kopf und ausgeruht nichts anderes machen als Musik - was mir jetzt auch wichtig ist, das letzte Mal, dass ich wirklich neue Musik gemacht habe, war im Juni 2003, und seitdem habe ich ja nichts mehr gemacht, was wirklich so richtig neu ist, und das geht so nicht weiter (lacht).
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Das stimmt für Schiller, aber zwischendurch gab es ja auch noch Blüchel und von Deylen.
Ja, das stimmt. Aber unter Schiller gab es nur die Bonustracks, aber das ist ja alles noch unter diesem "Leben"-Zyklus zu sehen...ich bin selber gespannt, wo das hinführt (lacht).
Haben Dich die Live-Auftritte und die Bühnenarrangements beeinflusst? Wirst Du zukünftig anders arbeiten?
Natürlich muss und will ich in Zukunft anders darüber nachdenken. Z.B. was die Auswahl der Gastkünstler angeht, ist es jetzt natürlich auch ein Aspekt, ob man auch zusammen auf Tour gehen könnte. Es ist vielleicht nicht so sinnvoll, mit ganz vielen tollen Gastsängern weiterzumachen, die aber nicht auf Tour gehen können oder wollen. Das ist ein Kriterium, das früher nicht da war. Was die Band angeht, war es bislang ganz gut, dass ich die Platte so gemacht habe, wie sie halt war, und das dann mit der Band für die Liveauftritte umgebaut habe. Ich glaube nicht, dass ich die Platten jetzt von vorne herein so mache, als ob sie von der Band mitgemacht worden wäre. Das sind zwei Paar Schuhe, das eine ist Studio, das andere ist live, und das soll auch so bleiben, dass sich das unterscheidet. Abgesehen davon gab es ja schon Überschneidungen durch Tissy als Bass-Spieler, Mickey hat auf Leben ja schon Gitarre gespielt, da gibt es schon kleine Überschneidungen. Aber es ist nicht so, dass wir es so haben werden, dass die Platte genauso klingt wie live, das wird sich auch in Zukunft unterscheiden.
Du hast grade die Gastsänger angesprochen. Wie funktioniert die Zusammenarbeit? Verschickst Du die Musik und die Leute kommen dann mit Texten oder gibst Du eine textliche Richtung vor?
Das kommt darauf an. Es gibt Gastsänger, bei denen ich gar nichts sage, es gibt Gastsänger, bei denen ich auch Texte und Melodien schreibe. Z.B. bei The Smile und I've seen it all hatten Sarah Brightman und Maya Saban kein Interesse daran, etwas zu schreiben, und sagten "Mach Du mal", und dann gibt es die Sachen mit Peter, wo es eine ganz grobe Richtung gibt, aber mehr eine Gefühlsrichtung und keinen Textvorschlag - bei Dream of you z.B. war es "Einsamkeit", bei "Leben...I feel you" war es ja so, dass der Titel als Instrumental ja zuerst "Leben" hieß und das Titellied zum Album sein sollte, und dann hat er das genommen, sich von diesem "Leben" inspirieren lassen und dann "Leben...I feel you" gemacht, und so ist es ja auch gemeint, ich fühle das Leben.
Du schreibst also keine Songs und sagst "Da brauche ich eine Stimme dazu", sondern das kann auch zufällig passieren?
Ja, das kann passieren. Es gibt Titel, wo ich auf gar keinen Fall auf die Idee kommen würde, das jemandem zum "besingen" zukommen zu lassen, da ist es klar, das ist ein Insturmentallied und bleibt es auch. Und dann gibt es Lieder, wo es unklar ist oder wo man es mal versucht und guckt, ob was draus wird.
Bei "I've seen it all" hat sich der Text vom Berlinauftritt zur CD noch einmal geändert, wie kam das?
Ich weiß gar nicht mehr, welche Version welche war, es gab auf jeden Fall eine Version, ich glaube die, die jetzt auf dem Album drauf ist, das war eigentlich der erste Einfall. Nach näherem Beleuchten fand ich aber, dass der nicht so gut ist, dass einige Reime ein bisschen unschön sind. Die habe ich korrigiert, das ist die Version, die wir live gespielt haben, und danach kam ich drauf, die erste Version war doch die bessere.
Was inspiriert Dich?
Ich höre leider relativ selten Musik, ich hoffe, das ich im nächsten Jahr wieder mehr Musik hören kann. Ich bin ein sehr leidenschaftlicher Musikhörer, aber da muss Zeit da sein und Ruhe. Ich habe Schwierigkeiten, Musik von anderen Leuten zu hören - meine eigene sowieso - wenn so eine aktive Phase ist, dann kann ich mich nicht darauf konzentrieren. Deswegen meide ich dann Musik, abgesehen davon, dass Ruhe oder Stille dann auch mal sehr angenehm ist. Wenn man den ganzen Tag im Studio ist, kann man sich abends nicht einlassen auf andere Musik. Auf jeden Fall eher elektronische Musik, aber im Grunde genommen "quer durch den Garten", bunt gemischt. Solange es irgendwie interessant ist, gefällt es mir.
Wie kommst Du zu Deinen Gastsängern? Sind das Stimmen, die Du auf CD oder im Radio hörst, oder kommen Leute auf Dich zu?
Nein, erstaunlicherweise kommt überhaupt niemand auf mich zu, es ist noch nie jemand auf die Idee gekommen, anzuklopfen oder anklopfen zu lassen. Das muss ich alles selber machen (lacht). Ich schau halt...es gibt Sänger, mit denen ich schon immer mal zusammenarbeiten wollte, was aber noch nicht geklappt hat, es gibt Stimmen, die ich durch Zufall aufschnappe und wo ich denke, dass es spannend sein könnte...die Neugier muss geweckt sein, auch die, etwas wissen zu wollen über den Menschen dahinter. Wie man ja auf der Bühne sieht, wenn die drei Gäste da sind - das ist keine Zweckgemeinschaft nach dem Motto "Eine Hand wäscht die andere", das ist ja schon ein bisschen mehr. Das ist schon auch ein wichtiges Kriterium für die Entscheidung.
Mit "Aus Gold" schlägt die Zusammenarbeit der drei ja weitere Wellen. Wie gefällt Dir persönlich das Stück?
Öööhm...der Engländer würde sagen "It's not my cup of tea" (lacht) Ich finde es extrem schön, dass die drei zusammen was gemacht haben, dass Schiller als "Musikhotel" auch gut funktioniert...ich muß es vielleicht noch ein paarmal hören, aber der Funke mochte bisher nicht ganz überspringen, das sag ich ganz ehrlich. Auf jeden Fall aber ein interessantes und sehr ambitioniertes Werk, das finde ich gut.
"Leben" war die erste CD, die Du als Ein-Mann-Projekt gemacht hast. Ist es angenehmer, alleine zu arbeiten, oder fehlt ein "Sparringspartner"?
Nee...das ist jetzt natürlich schwer, weil die Außenwirkung anders war. Wenn zwei auf dem Foto sind oder zwei Namen darunterstehen, wird natürlich gedacht, wenn der eine nicht mehr da ist, dass der andere doppelt so viel Arbeit hat. Das stimmt so aber nicht. Das ist von mir nicht so an die große Glocke gehängt worden, weil das Ergebnis das entscheidende ist, aber unterm Strich stellt es für mich überhaupt keine Änderung dar. Es war einfach die logische Entwicklung, dass es zum Ein-Mann-Projekt geworden ist. Ich würde nicht sagen, dass es das von Anfang an gewesen ist, aber ich hätte diesen Schritt nicht eingeleitet, wenn ich Bedenken gehabt hätte, dass irgendetwas darunter leiden würde. Für mich und meinen Arbeitsablauf hat sich keine wesentliche Änderung ergeben.
Du hast ja jetzt auch Dein eigenes Label. Möchtest Du das ausbauen? Wird Schiller künftig auch auf Sleepingroom veröffentlicht werden, und auch andere Künstler?
Das ist eine gute Frage. Das würde ich natürlich auf jeden Fall, das ist auch eine Frage von Angeboten, was nicht so einfach ist. Es ist ja schon auf eine Art eine "Spezialmusik", da gibt es nicht so extrem viel Auswahl von Künstlern... Ich möchte auf jeden Fall auf der einen Seite versuchen, ein bisschen autarker zu werden von den großen Plattenfirmen, möchte es aber auf der anderen Seite auch nicht übertreiben und mich auf einmal nur noch mit Business-Sachen beschäftigen. Das mache ich so schon genug, es macht ja auch Spaß, aber es gibt ja einige Kollegen, die haben dann ein bisschen den Faden verloren und machen gar keine Musik mehr, sie kommen gar nicht mehr dazu, oder sie machen nur noch mittelmäßige Musik, weil sie einfach nur noch im Büro sind . Dieses Jahr war für mich auch so eine Art Grenzerfahrung, weil es, was Organisation angeht, einfach schon das Maximum war, was geht. Mehr möchte ich eigentlich nicht, und deswegen freue ich mich, dass es jetzt wieder zum Musikmachen geht.
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Du machst ja extrem viel selber, z.B. auch den Fanshop. Bist Du ein Mensch, der ungern etwas aus der Hand gibt?
Ja, das ist so, im Großen wie im Kleinen geht das so, dass wir alles in eigener Regie machen. Natürlich kann man z.B. beim Merchandise sagen, das gibt man halt weg, aber dann hat man wenig Kontrolle. Natürlich auf der anderen Seite auch keinen Ärger, wenn Unzufriedenheit aufkommt, kann man immer sagen "Das ist doch nicht mein Problem", aber es steht ja Schiller drauf! Deshalb kann ich nicht sagen "Es steht zwar Schiller drauf, aber es liegt an dem und dem, dass es nicht angekommen ist", und dann übernehm ich auch lieber die Verantwortung dafür und freu mich dafür auch, wenn mal Lob kommt. Natürlich ist das ein Team, auch bei der Tour, aber ich muss mich nicht schlecht fühlen, weil ich letztendlich nur "Angestellter" bin (lacht). Es ist befriedigend, wenn man weiß, dass man viele Kleinigkeiten gemacht hat, die so vielleicht gar nicht nach außen dringen, aber wo man weiß, man hat es selber geschafft.
Auf Deinen DVDs gibt es ja extrem viel Material. Die beiden Filme auf den ersten DVDs, die Tourdokumentation. Bist Du selber DVD-Fan oder macht Dir das Filmemachen Spaß?
[Anmerkung: An dieser Stelle beginnt der Soundcheck, es wird laut, Christopher wird "zappelig"]
Ich bin auf jeden Fall ein sehr visueller Mensch, daher nutze ich jede Gelegenheit, etwas mit Bildern zu machen. Und die DVD ist das beste Medium dafür. Ich war auch für den Konzertfilm eine Woche mit im Schnitt, wir sind Titel für Titel durchgegangen und haben das gemeinsam gemacht....
[Der Rest geht im Soundcheck unter, Christopher wird gebraucht, es wird Zeit, sich zu verabschieden... :-)]
An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Christopher, sowie Sören und den Rest der Crew!
Fotos: © Magdalena Pawlas
Interview: Michaela Suchlich und Magdalena Pawlas
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