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Von außen wirkte die TUI Arena verlassen, aber als wir über den Hintereingang ins Innere der Halle gelangt waren, erschloss sich uns ein ungewohntes Bild. Dort, wo wir eine normale viereckige Bühne erwartet hatten, befand sich eine Wüstenlandschaft, die sich über die ganze untere Ebene ausdehnte. Grillen zirpen, Frösche quakten. Überall waren Oasen; in der Mitte eine eckige Fläche, die eine Pyramide andeutete. Hinter der Bühne dann Streitwagen, Senften und echte Pferde. Etwa eine Halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung betraten dann die ersten Akteure die Arena und bestärkten den Zuschauer in dem Glauben, um 2500 Jahre in der Zeit zurückgereist zu sein.
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Rob Overman, Produktionsleiter, erklärte, dass diese Veranstaltung eine ganz neue Art der Unterhaltung darstelle. Mehr als 600 Menschen seien an der Produktion beteiligt und sorgen für einen reibungslosen Ablauf sowohl vor als auch hinter den Kulissen. Und diese Ausmaße sind auch im Bereich der Technik zu spüren. Modernste Soundanlagen und Lichtdesign versetzen den Zuschauer zurück in das alte Ägypten.
Dort wird er Zeuge einer tragischen Liebesgeschichte. Aida, die äthiopische Königstochter verliebt sich in den ägyptischen Feldherren Radames, der gegen ihr Volk in den Krieg zieht. Er erwidert ihre Liebe, darf sie jedoch nicht öffentlich zeigen, da er vor einem großen Feldzug Amneris, der Tochter des Pharaos versprochen wurde. Bei seiner Rückkehr bringt Radames den Vater Aidas als Gefangenen mit nach Ägypten. Durch Aidas bitten lässt sich Radames dazu überreden, sie und ihren Vater freizulassen. Zu spät erkennt er, dass er aus Liebe sein Volk verraten hat. Radames wird dazu verurteilt, lebend unter dem Tempel eingemauert zu werden, doch er stirbt nicht allein. Aida ist zurückgekehrt um mit ihrem Geliebten in den Tod zu gehen.
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Obwohl es sich nur um eine Probe handelte, kam doch ein tolles Flair auf. Zwar herrschte an manchen Stellen noch etwas Verwirrung unter den Statisten über Positionen und Timing, aber angesichts des komplett neuen – und riesigen – Umfeldes war das nur all zu gut zu verstehen. Orchester, Chor und Solisten dagegen waren nahezu perfekt vorbereitet und kannten selbst wenn Szenen wiederholt wurden immer ihren Einsatz. An dieser Stelle sei auf eine weitere Besonderheit dieser Produktion hingewiesen. Die Mitglieder des Chors sind nicht wie üblich auf der Bühne als Schauspieler am Stück beteiligt, sondern haben ihren festen Standort neben dem Orchester. Den schauspielerischen Part übernehmen ausschließlich Statisten. So wird eine erstklassige Qualität des Chors gewährleistet. Einziger Wehrmutstropfen des Abends war die Tatsache, dass die Sänger oft mit dem Rücken zum größten Teil des Publikums standen. So fand die Mimik und Gestik der Solisten nicht immer ihren Weg zum Zuschauer.
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Aida – die Arena Oper hat ihren Namen wirklich verdient. Dies ist nicht nur eine Oper, sondern wirklich ein Event der Extraklasse.
Text: Stefanie Herold
Fotos: Magdalena Pawlas/Michael Vogel
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