Ruben Cossani - Alles auf einmal

Ruben Cossani - Alles auf einmal

Der Sommer ist da und mit ihm die ersten Songs des neuen Albums von RUBEN COSSANI: „Alles auf einmal“!

Genau vierzig Jahre nachdem die Beatles ihr letztes Album aufgenommen haben, 40 Jahre nach Serge Gainsbourgs Pop-Schock „Je t’aime…“ und 40 Jahre nach der Mondlandung nehmen sich die drei Hamburger Musiker die Sounds und Beats, die Melodien, Stimmungen, Botschaften und Geschichten aus dem Goldenen Zeitalter des Pop zur Brust und buchstabieren den genetischen Code der populären Musik neu.

Alles auf einmal – alles auf Anfang!


Bereits mit ihrem ersten Album „tägliche landschaft“ haben Michel van Dyke, Konrad Wissmann und Leo Lazar klar gemacht, was den perfekten Popsong ausmacht. Damals schrieb der „Stern“: „Drei Männer aus Hamburg geben mit Herzblut und Hingabe die wärmende Antwort auf den eiskalt kalkulierten Casting-Wahn.“ In „Brigitte“ hieß es: „Zeitlose, beschwingte Songs, die sich zugleich schwelgerisch nach den 60ern und herrlich melancholisch anhören. Und mit den Texten widerlegen die drei Herren die gängige These, dass Männer nicht zu großen Gefühlen befähigt sind.“ Und für die „WAZ“ ist die Musik von RUBEN COSSANI „genau der richtige Soundtrack für Menschen, die musikalische Wehmut genießen können – und dabei genügend Distanz zu sich selbst besitzen“. Im Rahmen einer Konzertankündigung im Juni 2009 schreibt die „Bild“: ''RUBEN COSSANI…werden als faszinierendste deutschsprachige Popformation des Jahrzehnts gehandelt.''

Jetzt wird nachgelegt: Am 4. September gehen RUBEN COSSANI mit „Alles Auf Einmal“ in die zweite Runde.

Schon der Song „Bis auf letzte Nacht“, mit dem die Band bei Stefan Raabs Bundesvision Song Contest 2009 für Schleswig-Holstein antrat, deutete an, wohin die Reise geht: weit zurück in die Sixties und tief in das gegenwärtige musikalische Meer der schwarzen Löcher, von denen RUBEN COSSANI wie 1969 Ringo Starr in Heinz Edelmanns Zeichentrickfilm „Yellowsubmarine“ das ein oder andere locker in die Tasche stecken.

Mit ihrem neuen Album – den Titel wählten übrigens die Fans auf der Internetseite der Band – feiern Michel, Konrad und Leo ihre Begeisterung für die Beatles und die Beach Boys, für Burt Bacharach und die Walker Brothers: Perfekter Satzgesang und drei völlig gleichberechtigte Lead-Stimmen treffen auf ausgefeilte Arrangements voller strahlender E-Gitarrenriffs, flirrender Streicherpassagen und überraschender Einsätze von Glockenspiel, Mandoline oder Cembalo. Hinzu kommen Texte zwischen sanfter Ironie und bittersüßer Poesie, Texte, die kleine persönliche Geschichten erzählen, und mit der Musik zu einem stimmigen Gesamtbild verschmelzen, dem Soundtrack eines großen Augenblicks.

Zum Beispiel „Es kann sein (die Wüste lebt)“, die zweite Single-Auskopplung: Ein quirliger Groove treibt den Song vehement nach vorn. So harmonisch und optimistisch wurde Trennungsschmerz noch nie besungen. Oder „Frieren im Sommer“. Aus einer fast impressionistisch hingetupften Miniatur entwickelt sich die Titelzeile voller Melancholie, eine elegant geschwungene magische Melodie – wieder ein typischer Ohrwurm recorded by RUBEN COSSANI. Und in dem augenzwinkernden Chanson „Rumgemacht“ heißt es mit musikalischem Dackelblick: „Ein Mann muss nicht tun, was ein Mann tun muss, doch er tut es trotzdem.“ Nicht nur in diesem Song zeigt die Band, dass Männer durchaus zu klaren Aussagen über ihr Gefühlsleben fähig sind.

Schließlich bringt „Serge“ die liebevolle Begegnung mit den Sixties ironisch auf den Punkt: Serge Gainsbourgs Klassiker „Je t’aime… moi non plus“ diente Songwriter Michel van Dyke unüberhörbar als Anregung, diesen Song über erwachendes Verlangen und noch nicht gestillte Sehnsucht zu schreiben. Rickenbacker-Bass und Schlagzeug holpern gekonnt wie einst im Mai ’69, die überirdische Orgel, und die transzendenten Streicher machen diese Hommage an einen der größten Skandale der Popgeschichte perfekt. „Serge Gainsbourg, ich war zu jung, um mitzusingen, doch alt genug, um zu wissen, was mir entging“, singt Michel. Auch hier: der packende Soundtrack eines Augenblicks. Ein großartiges Stück Musik zu einem unvergesslichen Stück Leben.

Gegründet wurde RUBEN COSSANI Ende 2007. Beim wöchentlichen Freizeitkicken Hamburger Musiker und Ärzte lernte der Komponist, Produzent und Musiker Michel van Dyke den Linksaußen Konrad Wissmann kennen. Sie begannen gemeinsam im Studio zu arbeiten, und schon bald kam Leo Lazar hinzu – fertig war das kompakte Line-up einer Band. Dabei gehören die Mitglieder zwei unterschiedlichen Musikergenerationen an. Der gebürtige Niederländer Michel van Dyke zählt seit 20 Jahren zu den profiliertesten Musikern Deutschlands. Als Solokünstler landete er Anfang der 90er hierzulande und international Hits wie „She Comes At The End Of The Day“ oder „Womanchild“ und tourte mit Oasis und den Simple Minds. Als Produzent und Komponist bescherte er der Band Echt Chartbreaker wie „Wo bist du jetzt?“ oder „Du trägst keine Liebe in dir“. Darüber hinaus komponierte er für die Kinofilme „Anantomie“ und „Crazy“.

RUBEN COSSANI ist überraschenderweise Michels erste Band. Der erst 25-jährige Sänger, Komponist und Multiinstrumentalist Konrad Wissmann ist in dieser Hinsicht erfahrener. Nach dem Abitur absolvierte er in seiner Geburtsstadt Hamburg ein Gesangsstudium an der School of Music und war bis 2007 Frontmann der Band Twain. Es folgten zahlreiche Konzerte, Studio- und Gala-Jobs als Sänger, außerdem wirkt er bei Franz Wittenbrinks Theaterprojekt „Café Amazonien“ im St. Pauli Theater mit. Leonard Valentin Lazar, geboren in Frankfurt am Main, aufgewachsen in Kiel, wurde 1997 als Schlagzeuger Mitglied des schleswig-holsteinischen Landesjugendorchesters. Beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ gewann er 2001 den ersten Preis. Auch Leo verfügt bereits über reichliche Band-Erfahrung, spielte jede Menge Konzerte, arbeitete in Studios und studierte wie Konrad an der Hamburger School of Music. Bei RUBEN COSSANI übernimmt er die meisten Schlagzeugparts und setzt mit seiner wunderbar sonoren Stimme immer wieder glanzvolle Akzente.

Seit RUBEN COSSANIs hoch gelobtem Debüt „tägliche landschaft“ ist viel passiert. Die Band ging auf Tour, trat in zahllosen TV- und Radioshows auf und gastierte schließlich im Herbst 2008 eine Woche lang en suite in dem kurzfristig wieder belebten legendären Hamburger „Club Atlantic“. Auch damit knüpfte das Trio an die Tradition der 60er an, als die Beatles täglich in den Clubs von St. Pauli spielten. Übrigens waren sämtliche RUBEN COSSANI-Auftritte im „Atlantic“ restlos ausverkauft. Im Mai 2009 folgte dann eine Deutschlandtournee mit Sasha, im Juli stehen eine Reihe Open-Airs auf dem Programm.

Die unterschiedlichen biografischen und stilistischen Hintergründe der einzelnen Bandmitglieder lassen bei RUBEN COSSANI einen vielschichtigen musikalischen Gesamteindruck entstehen, der in der deutschen Musikszene einzigartig ist. Hinter der authentischen Leichtigkeit, mit der Michel, Konrad und Leo ihre Songs präsentieren, der Spontaneität ihrer Melodien und dem virtuosen Balanceakt zwischen Nostalgie und einer festen Verankerung im Hier und Jetzt steckt ohne Zweifel eine irrsinnige Arbeit. Doch das Schöne daran ist, dass man dieser Band keinerlei Anstrengung anmerkt. Ihre Musik ist eben alles auf einmal: charmant und witzig, handwerklich hervorragend gemacht und dabei äußerst entspannt. Das unterstreicht nicht zuletzt der selbstironische Dresscode mit Beatles-Anzügen und Rollkragenpullover. Für RUBEN COSSANI sind auch das alles nur kleine Schritte, für die deutsche Popmusik ist diese Band jedoch ein großer Schritt zurück in eine bessere musikalische Zukunft. Genau 40 Jahre nach „Yellowsubmarine“, „Je t’aime“ – und der ersten Mondlandung.

Alles Auf Einmal – VÖ: 4. September 2009

Quelle: HMG