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3 Tage später. Hätte ich für jedes Mal, wo ich gefragt wurde „Was willst Du denn über ZWEI Konzerte auf der Tour schreiben? Da ändert sich doch nichts“ einen Euro, würde es für das eine oder andere Mixgetränk mit Schirmchen drin reichen. Aber doch, es gibt dies und jenes zu erzählen, auch wenn die Setlist wirklich die gleiche war.
Zum einen gab es Peter Heppner in einem Umfeld, mit dem ich so in Deutschland nicht mehr gerechnet hätte – und wieder hat sich bestätigt: Es gibt nicht schöneres als ein Clubkonzert. Zum anderen gab es Peter in einer (mir zumindest) völlig neuen Rolle: Als Sexsymbol vor kreischender Damenwelt.
Doch. Wirklich. Ich war auch etwas überrascht. Aber was sich in Oberhausen schon an traurigen Einzelschicksalen andeutete (was muss man eigentlich geraucht oder eingeworfen haben, um öffentlich Dinge wie: „Peter, ich will Deine Wasserflasche sein?“ zu äußern? Vor Zeugen???), trieb in Köln ganz erstaunliche Blüten. Liebesschwüre in mindestens drei Sprachen, wildes Gekreische, nervöse Security...und die Wasserflaschen-Frau war tatsächlich auch wieder da. Und dabei dachte ich beim Anblick der für Luxor-Verhältnisse ungewöhnlich präsenten Security noch: „Jetzt übertreiben sie aber – da tritt doch keine Boyband auf.“ So kann man sich täuschen.
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Das etwas merkwürdige Szenario hat aber den Eindruck, dass Peter extrem entspannt, gut gelaunt und locker an die Sache rangeht, bestätigt. Er ließ sich überhaupt nicht aus der Ruhe bringen, spielte sogar gut gelaunt mit und bedankte sich immer wieder lächelnd für die lautstarke Unterstützung. Und die Band amüsierte sich, so hatte es den Anschein, ebenfalls prächtig.
Aber auch der Teil des Publikums, der vielleicht nicht unbedingt ein Kind von Peter haben will, kam merklich auf seine Kosten und war richtig gut gelaunt, sehr sangesfreudig und textsicher. Gute Laune also allerorten. Und so geschah, was der eine oder andere von Schiller-Konzerten kennt und viele bis heute für ein Gerücht halten: Tanzschritte von Peter H.! Und es klingt jetzt wie ein ganz blöder Witz, ist aber traurige Realität: Ich hab Bilder gemacht, aber...sie sind verwackelt.
Was auch an der etwas suboptimalen Lichtsituation auf der Bühne gelegen haben könnte. Die Lichtwand passte nicht auf die Bühne, hat Peter hat mir im Interview (folgt) erzählt. So fiel die Lightshow sehr minimalistisch aus – was aber, mich zumindest, in keinster Form gestört hat. Manchmal ist weniger mehr, und Nähe schlägt Effekte allemal, finde ich. In den Worten von „dem, der singt“ (Peter über Peter bei der Bandvorstellung): Danke für einen wunderschönen Abend!
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Setlist
01. Easy
02. I Hate You
03. Alleinesein
04. No Matter What It Takes
05. Die Flut
06. Künstliche Welten
07. Being Me
08. Wherever
09. Kein Zurück
10. Wir Sind Wir
11. Suddenly
12. Vorbei
13. Vielleicht
14. Once in a Lifetime
15. Dream of You
16. Wundervoll
17. Das Geht Vorbei
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18. Mr. Blue
19. Leben... I Feel You
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20. The Sparrows and the Nightingales
Text und Fotos: © Michaela Kaebe
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