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Here: Bonn-Bad Godesberg. Now: Freitag, 18.08.2006. Alles, was ich von Obscenity Trial kannte, waren ein paar Hörproben auf Myspace - aber die waren vielversprechend! Und so machte ich mich denn auf, meinen Horizont um einen neuen Club und eine neue Band zu erweitern - und erlebte Erfreuliches.
Die Klangstation liegt direkt neben dem Bahnhof in Bad Godesberg, was mehrere Vorteile hat: Leicht zu finden, mit einem luxuriösen Parkplatzangebot gesegnet und mit einem netten kleinen Biergarten ausgestattet, der auch später abends noch bewirtschaftet werden darf. Innen klein und "kuschelig", kleine Bühne, Clubatmosphäre halt...ein Ort, an dem Karrieren beginnen könnten.
Und wer weiß, vielleicht ist man dort eines Tages sehr stolz darauf, Schauplatz des ersten (zumindest in neuer Formation) Obscenity Trial-Konzerts gewesen zu sein?
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Oliver Wand aka Obscenity Trial (live unterstützt von Frank Hass am Keyboard) kann live und in 45 Minuten Länge nämlich durchaus halten, was die Hörproben versprachen: Richtig gut gemachter, abwechslungsreicher Synthpop...und der Mann hat nicht nur eine schöne, ausdrucksvolle Stimme, der kann auch richtig singen!
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Davon konnten sich die (leider etwas spärlich gestreuten) Zuhörer schon beim ersten Titel "Your Skin" überzeugen, und auch die Tanzbarkeit der Titel überzeugte von Anfang an...bei "Partyeinsätzen" ja keine Selbstverständlichkeit!
Etwas irritierend die Ansage zum zweiten Titel: "Und jetzt wird gerockt!" ??? Nein, es wurde nicht wirklich rockig, es sprang auch kein Gitarrist von hinten rechts auf die Bühne, aber es gab eine (ziemlich brilliante) Coverversion eines Titels, der immerhin schon mal den Grammy für den besten Rocksong abgesahnt hat: "Seven Nation Army" von den White Stripes. Und ganz ehrlich...mir gefällt die OT-Version besser!
Der nächste Titel hätte dann den Fotografen unter den Zuschauern gewidmet sein können: "Don't be afraid of the darkness" hieß es da. Na ja, ein wenig mehr Bühnenlicht wäre durchaus hilfreich gewesen... ;-)
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Aber von der Beleuchtung abgesehen gibt es wenig düsteres zu vermelden, die Texte sind streckenweise sogar ausgesprochen positiv und klingen nach aktiver Lebenshilfe ("This is all that matters - here and now", "It's never too late") - vielleicht ungewohnt für eine Veranstaltung, die sich "Dark Friday" nennt, und sicher ziemlich "ungoth", aber (obwohl ich gepflegte Düsternis ja durchaus zu schätzen weiß ;-)) sehr erfrischend und passend zur gutgelaunt-sympathischen Ausstrahlung des Protagonisten.
Und ganz am Ende wurde es - für einen "Partyhäppchen-Auftritt" sehr mutig! - sogar noch richtig romantisch mit der Ballade "Thoughts"...hatte ich erwähnt, dass ich von Olivers Stimme sehr angetan war? ;-)
Übrigens: Wen es interessiert, was der Bandname bedeutet, der kann hier nachlesen und bei der Gelegenheit gleich eine von 10 "Here and now"-CDs gewinnen.
Wer sich nicht auf sein Glück verlassen möchte, kann die CD auch direkt auf der Homepage von Obscenity Trial bestellen. Dort kann man auch erst mal reinhören - es lohnt sich!
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Text und Fotos: © Michaela Suchlich
Setlist
- IntroYour SkinSeven Nation ArmyAfraidSilenceAll That's LeftHere And NowIntoxicationNever Too LateThoughts
Links
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