Eine wunderbare Mischung handgemachter und live gesungener Musik begeisterte die Zuschauer bei einem zwar durchwachsenen, aber überwiegend trockenem Wetter. Die beiden NDR2-Moderatoren Jens Mahrhold und Holger Ponik taten ein Übriges, um das Publikum in den Pausen zwischen den Künstlern bei Laune zu halten.
Den Auftakt machte die Hannoversche Gruppe "The Jinx", die schon seit 15 Jahren die Region mit ihrer Rockmusik beleben und bereits mit Gruppen wie den Guano Apes, The Cure und Sisters of Mercy auf Tour waren. Sie spielten live, wie – bis auf Haiducii – alle anderen Künstler des Abends auch.
Als nächstes war Patrick Nuo an der Reihe. Hatte er bei seinen letzten Auftritten nur noch Playback gesungen – man konnte schon fast denken, dass er seine Stimme verloren habe – so zeigte er diesmal endlich wieder, welche Stimmkraft in ihm steckt. Natürlich spielte er seine hinlänglich bekannten Hits wie "Reanimate" oder "5 days", aber auch viele andere Titel seines Albums "Welcome" wie den gleichnamigen Song "Welcome (to my little island)", "This aint over", "Here we come again" und "She’s like the wind". Wirken die Stücke von der CD manchmal vielleicht etwas zu poplastig, so hatten sie hier – live gespielt - eine erfrischend rockige Note, die das Publikum mit Begeisterungsstürmen und "Zugabe"-Rufen quittierte.
Nach Patrick Nuo hatten Haiducii einen Kurzauftritt, bei dem sie ihren aktuellen Hit "Dragostea Din Tei" präsentierten. Mit Vollplayback und Tänzern auf der Bühne wirkten sie deplaziert gegenüber den übrigen Künstlern des Abends.
Konnte man die Musik von Patrick Nuo als Poprock bezeichnen, so passt für Martin Kesici eher die Bezeichnung Rockmusik. Der Kinnteufel präsentierte hauptsächlich rockige Stücke, an denen man sehr gut feststellen konnte, welche Seele doch ihn ihm ruht.
Sein Erstlingswerk "Angel Of Berlin", das er sich bis zum Schluss aufgehoben hatte, wirkte da fast schon unpassend, was dem Publikum allerdings egal war, das den wahrscheinlich eigenständigsten Castingshowgewinner (Star Search I) feierte.
Für jemanden, der nur die Hits wie "Horny" oder den aktuellen Titel "Is It 'Cos I'm Cool?" kennt, war der Auftritt von Mousse T. die Überraschung des Abends. Er war quasi zu einem Heimspiel gekommen, liegt doch sein Studio im Peppermint-Pavilion nur wenige hundert Meter vom Veranstaltungsort entfernt. Kennt man seine Auskopplungen, kennt man nur einen kleinen Teil seiner künstlerischen Schaffenskraft. Auf der Bühne konnte er erst richtig zeigen, was in ihm steckt. Mit zwei Schlagzeugern, mehreren Gitarren, Saxophon und Trompete, sowie vielen hochkarätigen Sängern wie unter anderem Emma Lanford oder Hugh Cornwell schuf er Töne, die eher an Soul oder Jazz erinnerten. Hugh Cornwell ist bekannt geworden durch die Gruppe "The Stranglers" und deren Hit "Golden Brown", den sie auch gemeinsam auf der Bühne performten. Mit seiner einstündigen Show machte Mousse T. Appetit auf sein aktuelles Album "All Nite Madness".
Den Abend schlossen dann die "Simple Minds" ab, die durch Hits wie "Don't You (Forget About Me)", "Belfast Child" und "Alive & Kicking" musikalische Unsterblichkeit erlangt haben und schon seit 25 Jahren ein Garant für gute Musik sind.
Das NDR2 Plaza Festival war wie auch in den letzten drei Jahren mit Tausenden von Zuschauern wieder ein absoluter Publikumserfolg mit überragenden Künstlern.
Autor: MV / stagePRESS
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Begeisterte besonders die jungen Zuschauer: Patrick Nuo
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Vom Castingstar zum Rocker: Martin Kesici
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Begeisterte Zuschauer. Gegen 18 Uhr füllte sich die Plaza langsam...
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Große Show. Selbst Bläser unterstützten Mousse T. live auf der Bühne
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Mousse T. mit Emma Lanford
Fotos: MP / stagePRESS
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