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Stell Dir vor, jemand gibt ein Konzert und keiner kann was sehen... In Ausnahmefällen mag es eine Gnade sein, im Normalfall ist es doof, bei einer Band wie IamX, wo viel Arbeit ins Outfit gesteckt wird, ist es bizarr. Aber so geschehen in Köln, leider. Gern hätte ich Euch Bilder gezeigt, das Konzert war sehenswert – aber das weiß ich nur, weil ich eine gute Nachtsicht habe, die Kamera war überfordert. So müsst ihr also erahnen, wie es ausgesehen hat.
Dabei hätte man mit einem bischen Bühnenlicht so viel aus einem wirklich guten Konzert rausholen können – der Club war rumsvoll, die Leute waren auf Feiern aus, Chris und seine Männer und Frau waren spiel- und kontaktfreudig, machten Party auf Teufel komm raus, wechselten die Instrumente, dass es eine Art war und lieferten bei all dem Hin und Her schon fast irritierend perfekte Töne ab.
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Die Musik von IamX beschreiben zu wollen ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Chris Corner selbst beschreibt seine Musik in einem aktuellen Interview auf mainstage.de als „verschmutzt, chaotisch, aggressiv, aber auch emotional“. Wären jetzt außer emotional nicht die Adjektive gewesen, die ich gewählt hätte, aber der Meister wird es besser wissen. Vielseitig hätte ich gesagt, wäre es nicht so wahnsinnig abgedroschen, auf jeden Fall ungewöhnlich...hörenswert auf jeden Fall und ziemlich horizonterweiternd. Und auch mit viel Einsatz rübergebracht, mit hoher Intensität, eingeübten Posen - so sang Chris streckenweise in einen Spiegel, den Rücken zum Publikum - und einem interessanten Bühnenbild...vermute ich zumindest. Selbst die Hoffnung auf das große, von der Decke hängende Lichtkreuz war eine trügerische - es war nur kurz an, und auch dieses Licht war funzelig.
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So sah man denn fast mehr von seinen Nachbarn als von den Künstlern auf der Bühne...und auch die waren interessant zu schauen. Gothics und Emos, Männer in Holzfällerhemden und junge Damen in rosagestreift – ein bunter Haufen hatte sich eingefunden, um IamX zu sehen. Wie gesagt, das mit dem „sehen“ war nicht so einfach...was die Leute zu hören bekommen haben, war das Eintrittsgeld auf jeden Fall wert. Nächstes Mal ein bischen mehr Licht und gerne auch eine etwas größere Location, dann wäre es ein perfektes Konzerterlebnis.
Text und Fotos: Michaela Kaebe
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