© Magdalena Pawlas |
Klassik, Tenöre, Baritone und Popmusik. Entweder man verbindet dieses mit Langeweile, weil ausgetretenes Klischee oder man hat seine Freude dran.
Adoro ist eine Gruppe von fünf ausgebildeten Opernsängern die nunmehr seit 2007 erfolgreiche deutsche Songs mit einer Band und einem Symphonieorchester auf eine imposante Art präsentieren. In der o2 World Hamburg kamen die Zuschauer auch an diesem Abend voll auf ihre kosten.
Präsentiert werden Songs aus dem ersten Album "Adoro" sowie der zweiten CD "Für immer und Dich".
“Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann” (einer meiner Lieblingstitel) oder “Flugzeuge im Bauch” (Taschentuchalarm!), Titel die jeder kennt aber jedes mal aufs neue überrascht ist wenn er sie neu interpretiert hört. Adoro verpacken diese bekannten Texte in ein neues Gewandt. Von Anfang an zieht ihre Stimmgewalt einen in den Bann und spätestens beim ersten hohen "Tenor-C" ist “Gänsehaut pur” angesagt. Die professionelle Gesangsausbildung und der Klang der fünf Stimmen überzeugt live so besonders, dass man die CD später gar nicht mehr hören mag.
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Das Symphonieorchester, bestehend aus jungen, gutgekleideten Damen und die Band aus in schwarz gekleideten Damen und Herren passt sich dezent in das Bühnenbild ein, welches schlicht gehalten durch Projektionen der Künstler ein Auge auf sich lenkt.
Zwischen den Titeln bringen die fünf Sänger, gemischt aus der ganzen Welt, so ist z.B. Laszlo ein gebürtiger Wiener österreich-ungarischer Abstammung geboren in Stockholm und Assaf ursprünglich aus Tel Aviv, das Publikum in Stimmung in dem sie kleine Stadtbezogene Geschichten erzählen oder dem ihre persönliche Verbindung zum folgenden Stück schildern.
Sicherlich ist Adoro nicht jederman(n)s sache, es lohnt sich jedoch mal rein zu hören und vor allem das Liveerlebniss über sich ergehen zu lassen - auch mittanzen (ja, es wird tatsächlich mehr als nur das Zwerchfell und die Stimmbänder bewegt...) ist möglich. Wer vorher noch dachte "Nette Bügelmusik" wird spätestens nach dem Besuch eines Konzertes Klassische Musik mit anderen Augen sehen.
Der Name “Adoro” kommt übrigens aus dem Italienischen und bedeutet: “Ich bete an.”
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Text und Fotos: Magdalena Pawlas
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