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Charismatische Männer, schöne Frauen, tolle Bühnenshows und erstklassige Musik vor begeistertem Publikum (es geht doch!!!): Covenant und Gäste bescherten dem brechend vollen Capitol einen langen und ausgesprochen gelungenen Abend.
Die drei Schweden hatten neben Songs ihrer neuen CD "Skyshaper", die am 3.März erscheint, und ihrer neuen Hitsingle "Ritual Noise" gleich zwei Support-Bands mitgebracht.
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Los gings mit Rotersand, die von Anfang an richtig für Stimmung sorgten - und das vor noch halbgefüllten Reihen, da sie die undankbare Aufgabe hatten, eine halbe Stunde vor offiziellem Konzertbeginn auf die Bühne zu müssen. Der Opener "Merging Oceans" brach direkt das Eis, wenn er auch den einen oder anderen, der ungern in Mikros trällert, noch ein wenig vom Bühnenrand fernhielt. Doch diesmal blieb das traditionelle "Publikums-Vorsingen" aus - noch blieb Rasc, ganz ungewohnt, auf der Bühne.
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Das änderte sich jedoch später, wie gewohnt mischte er sich munter unters Publikum, und auch seine beiden Mitstreiter hielt es nicht hinter ihren Keyboards: zu "Exterminate, Annihilate, Destroy" gab es dreistimmiges mit VNV Nation-haften "Turnübungen" zu bestaunen. Mit dem Titeltrack der neuen EP, die den wunderbaren Namen "Dare to live - Perspectives on "Welcome to Goodbye" trägt, hatten die drei aus dem Ruhrpott ihre Aufgabe, das Eis zu brechen, mehr als erfüllt.
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Ruhigere, poppigere Töne gab es danach von Client zu hören - vielleicht ein wenig zu ruhig und poppig im Vergleich zu den anderen Bands. Leider hatten die drei Mädels von der Insel anfangs zudem noch mit Technikproblemen zu kämpfen, so dass die Stimmungskurve in der Halle wieder ein wenig abflaute. Aber eine treue kleine Fangemeinde feierte sie frenetisch, sang vor allem bei der aktuellen Single "Pornography" begeistert mit und bewies durch lautstarke "Saraaaaaaaaaah"-Rufe, dass Kerle eben doch die besseren Groupies sind. Ein Hingucker sind "Client A" und "Client B", neuerdings mit Unterstützung von Emily Strange (Client C?) am Bass, in ihrem S/M-Stewardessen-Outfit ganz ohne Frage, vor allem natürlich für die Herren der Schöpfung.
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Covenant taten, was die meisten Bands tunlichst vermeiden -sie traten mit unveröffentlichten Titeln an und begannen auch gleich mit einem neuen Song. Das allerdings derartig energiegeladen, das "Fremdeln" beim Publikum gar nicht erst auftrat. Natürlich, die Stimmung war bei den zahlreich gebotenen altbekannten Songs noch besser, aber das neue Material wurde sehr gut aufgenommen und die Schweden waren in Hochform!
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Frontmann Eskil ist einfach mit einer unglaublichen Bühnenpräsens gesegnet und war noch dazu sehr gut gelaunt, Joakim , der Mann mit dem mobilen Keyboard, überraschte mit der wahrscheinlich ersten Synthesizermann-am-Boden-Einlage der Musikgeschichte (wer sagt, dass nur Gitaristen richtig rocken können?) und Clas schenkte sich zwar seine typischen Tanzeinlagen (spätestens da hätte er sich im - zugegeben kleidsamen - Trenchcoat wahrscheinlich endgültig zu Tode geschwitzt!), bot aber eine gewohnt angenehme zweite Singstimme und hatte dabei ungewohnt viel Kontakt zum Volk an der Bühnenrampe und ganz offensichtlich viel Spass daran.
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Dazu kam eine Bühne, die beim Aufbau noch sehr minimalistisch wirkte - das schwarze Banner mit dem Covenant-Schriftzug, das wie die Arbeit eifriger Fans wirkte, war jedoch nur Vordergrund für eine Diodenwand, die Lichteffekte vom Feinsten bot...wieder ist die Band ihrem Ruf, spektakuläre Shows zu bieten, gerecht geworden.
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"Ritual Noise" heißt die aktuelle EP der Band, und wenn man hunderte von Menschen zeitgleich auf und abspringen und lauthals mitsingen sieht (na gut, wir gestehen: auch uns plagten am nächsten Tag Muskelkater und Heiserkeit ;-)), kann man ihnen nur zustimmen...they make ritual noise, und das macht einfach immer wieder Spass!
So wurde denn 3 Zugaben später die Anregung von Wave Night-Gastgeber Kai Hawaii, noch etwas zu feiern, schließlich sei es "erst" halb zwei, gerne angenommen, und ein wirklich fantastischer Konzertabend ging in eine gelungene After-Show-Party über.
Text: © Doro Büttgen, Michaela Suchlich
Fotos: © Michaela Suchlich
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