Nach dem Thalia Open Air in Schwerin nahm miLù sich zu später Stunde die Zeit, mit stagePRESS unter Sternen über ihre Musik, die Zukunft und das Leben zu plaudern...
Hallo, miLù, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für uns genommen hast. Und danke für einen tollen Auftritt! Früher, bei Mila Mar, hattest Du ja immer eine Band "im Rücken", ist es ein anderes Gefühl, nun zwar nicht alleine, aber doch als Solokünstlerin auf der Bühne zu stehen?
miLù: Ja, es ist schon ein anderes Gefühl - aber die Musik transportiert ja auch schon ein anderes Gefühl als die Musik, die ich mit Mila Mar gemacht habe. Das fühlt sich alles auch auf der Bühne noch sehr neu an - auf der anderen Seite bin ich ja z.B. mit Lars, dem Schlagzeuger, schon länger live unterwegs. Es ist auf jeden Fall sehr schön und macht viel Spass - da geht einfach die Sonne auf, mehr davon! Das merke ich nach jedem Konzert: auf der Bühne stehen ist immer und nach wie vor das Schönste an dem Ganzen, so schön auch Studio sein kann, aber auf der Bühne stehen ist einfach...richtig fein. (lacht)
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Das spürt man! Du hattest ja bereits einige Auftritte, sind noch weitere geplant?
miLù: Hoffentlich im November! Es ist nicht mehr so leicht, einfach "loszuziehen", ich bin mit meinem Projekt miLù ja noch ein Newcomer. Ich würde sehr gerne noch ein paar Supports machen. Und mit dem neuen Album werde ich demnächst beginnen.
Ist das bereits für das nächste Jahr geplant?
miLù: Mal schauen, ich plane erst einmal den Weg dahin. Aber so ein Album macht erst einmal unheimlich leer, es ist ja auch ein sehr persönliches Album, ich habe soviel ausgepackt, nun bin ich erstmal leer und muß mich wieder füllen. Ich habe wieder angefangen zu schreiben, alles andere, das Wann und Wie, wird sich zeigen...
Du sagstest es ja grade schon: miLù ist etwas ganz anderes als Mila Mar. Was auffällt: bei Mila Mar gab es deutsche und englische Texte und viel auch in Deiner eigenen Fantasiesprache, wo Deine Stimme ja fast "nur" ein Instrument war. Bei miLù sind die Texte deutsch, und es steckt sehr viel Arbeit und Herzblut darin, sie sind ausgesprochen „zuhörenswert“.
miLù: Die Fantasiesprache war eine lange Zeit in meinem Leben wichtig, auch aus der Überzeugung heraus, dass Worte oft nicht ausreichen, bestimmte Zustände oder Gefühle zu beschreiben. Also war es für mich konsequent, das nicht mehr zu tun. Das hat sich geändert, ich habe mich geändert. Meine Musik ist immer Ausdruck von mir selbst, ich habe mich verändert und es ist mir wichtig, Sachen niederzuschreiben und damit auch verbindlich zu sein.
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No Future in Gold ist ja ein sehr persönliches Album - um so mehr geht es einem vermutlich unter die Haut, wenn grade "alte" Fans Kritik üben, da kommt dann ja auch schnell das furchtbare Wort "kommerziell". Hast Du mit diesen Reaktionen gerechnet?
miLù: Richtig bemerkt. Ich habe ein paar sehr merkwürdige Sachen gelesen, wie "Sie reiht sich ein bei Yvonne Catterfield" - das ist einfach so ein Bullshit... Es wäre mir gerne egal, aber es ist mir nicht egal. Viele Dinge, die so geschrieben worden sind... Zum Beispiel „kommerziell“. Natürlich, jede Musik, die diese Menschen hören, ist kommerzielle Musik! Wäre sie nicht kommerziell, würden sie sie ja gar nicht zu hören bekommen. Dieses "kommerziell" impliziert so einen komischen Independent-Gedanken... Ich kenne das von Mila Mar, wo es Fans gab, die nach den Konzerten sagten: "Ich wünsche mir, dass Du nie erfolgreich wirst. Damit es immer in einem ganz kleinen Rahmen bleibt und ich das als etwas ganz eigenes wahrnehmen kann.“ Es ist ja schön, wenn sie sich mit der Musik identifizieren, das muß man ihnen auch lassen, aber das hat eben mit mir nichts zu tun. Das ist schon eine merkwürdige Sicht der Dinge.
Ganz anders reagiert hat ja die "Szenepresse", die miLù sofort ins Herz geschlossen hat. Siehst Du Deine Musik als "schwarz", fühlst Du Dich in der "Szene" zu Hause?
miLù: Ich fühle mich der Szene schon verbunden, einfach dadurch, dass ich dort schon lange und auch sehr gut aufgehoben bin. Ich selber finde mein Album melancholisch - einfach weil das Leben verdammt noch mal hier und da einfach melancholisch ist - aber ich bediene keine gängigen Klischees. Das klingt jetzt böser, als es gemeint ist...aber ich mache keine Musik für irgendwelche Szenen.
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Du hast für das Hörbuch "Readers Darkest " eine Kurzgeschichte geschrieben und gelesen, Ein Tag wie jeder andere [auch auf der lim.Ed. von No Future in Gold]. War das Neuland für Dich, oder hast Du schon mehr geschrieben und veröffentlicht?
miLù: Ich habe immer wieder mal etwas veröffentlicht, ich schreibe sehr gerne. Zur Zeit schreibe ich an einem Buch, ich habe die Dreistigkeit, mir einzubilden, ich könnte das (lacht), und versuch es jetzt einfach mal. Ich habe neben Mila Mar ein Studium der Psychologie, Pädagogik und Soziologie abgeschlossen und habe über Nahtod-Erfahrungen geschrieben. Das ist für mich noch immer ein wichtiges Thema, und ich werde es auf eine scharz-humorige Weise aufgreifen. Also schon auf wissenschaftlicher Basis, aber in unterhaltender Form.
Wo holst Du Dir Deine musikalischen Inspirationen her?
miLù: Ich liebe Musik, wenn sie wirklich ehrlich gemeint ist, ich liebe Tom Waits, Coldplay sind für mich eine der wenigen Bands der letzten Jahre, die etwas sehr schönes, eigenständiges hinbekommen haben, Patty Smith höre ich nach wie vor, P.J. Harvey - das sind schon in gewisser Weise Inspirationen, aber hauptsächlich ist es mein eigenes Leben, ich bin da vielleicht schon etwas narzistisch unterwegs (lacht)
Auch viel unterwegs im Sinne von Reisen? Es ist zwar keine Weltmusik in dem Sinne, was Du da machst, aber gewisse folkloristische Elemente meine ich doch zu hören.
miLù: Ja, die Chöre zum Beispiel. Ich war die ersten Jahre meines Lebens viel in Norwegen, auch später, und habe dort das Joiken gelernt, eine alte samische Gesangskunst.
Damit hat sich eine weitere Frage schon beantwortet - die Sprache, die Du manchmal auf der Bühne sprichst, ist also norwegisch.
miLù: Ja, Tusend takk klingt manchmal schöner als Dankeschön. Ich weiß nicht immer, was ich sagen soll, ich kann auf der Bühne schlecht sprechen, das ist nicht meine Art - ich singe, das ist meine Art, mit dem Publikum in Kontakt zu treten. Ich bin kein "Vielsprach" - sonst durchaus, aber eben nicht auf der Bühne. (lacht)
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Mal eine ganz blöde Frage: Wo hast Du Deine Stimme her? Das ist ja nicht "nur" klassische Ausbildung.
miLù: Gott! (lacht) Ich habe mich schon ein bischen ausbilden lassen - aber vor allem liebe ich, was ich tue, viel ist einfach auch Talent, das ich mitbekommen habe, mich auch über meinen Gesang wirklich auszudrücken. Singen zu können, heißt ja noch lange nicht, dass man seine Seele wirklich sprechen lässt. Das ist das, was ich versuche und was mir, glaube ich, auch gelingt. Und das ist wohl mein eigentliches Talent.
Du machst als miLù ja nicht "nur" Musik, sondern hast mit "Musik kann mehr" zusammen mit Deiner Plattenfirma Drakkar und Deinen Mitsängern Kim Sanders und Peter Heppner ja auch ein Benefizprojekt für Kinder in Afghanistan ins Leben gerufen.
miLù: Ja, das geplante Konzert in Kabul konnte zwar leider nicht stattfinden, weil ich krank war. Ich glaube, ich habe mich die letzten Jahre mit Studium und Musik einfach überarbeitet. miLù, die Arbeit mit Schiller und die zwei Touren, ich habe als Vocal Coach einige Produktionen begleitet, das Jahr davor habe ich eine Mila Mar-Platte gemacht und parallel mein Studium beendet - zwei Jahre voller Arbeit, für die ich in den letzten zwei Monaten wohl einfach die Quittung bekommen habe. Aber die Aktion war ja hauptsächlich auch die Single, und mit dem Kauf von "Aus Gold" kann man noch immer afghanische Kinder unterstützen.
Warum Afghanistan?
miLù: Wir haben einen Kooperationspartner gesucht, und Afghanistan ist einfach eines der ärmsten Länder. Ich war sehr erstaunt, dass in einigen Foren Leute geschrieben haben, es gäbe ja auch viele arme Kinder in Deutschland, warum wir da nichts tun - natürlich gibt es Kinderarmut in Deutschland, aber das ist doch eine andere Dimension, ich finde das Argument einfach komisch.
Es ist auch ärgerlich - was auch immer man tut...
miLù: ...ist falsch! (lacht) Es hat mich gewundert, dass die Aktion vielen Leuten wohl schal aufgestossen ist - als müsste man sich fast schämen, als würde man das gar nicht so meinen... Auch die Rückmeldung vieler Radiosender hat mich verwundert, denen das Thema zu traurig war.
Ja, die Vorweihnachtszeit... Ganz zynisch gesagt, kurze Zeit später wurde die Flutkatastrophe in Südostasien zum Medienthema ausgerufen, und da jagte dann eine Benefizveranstaltung die nächste.
miLù: Ja, wohl einfach, weil es aktuell und "sichtbar" war.
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Ich würde gerne noch das schöne Spiel "Mit eigenen Worten" mit Dir spielen, also einen Satz, einen Gedanken von Dir zu jedem Titel auf "No Future in Gold".
FREIHEIT
miLù: Ein Statement: Tun, was ich für richtig halte. Jeder Mensch hat die Freiheit, zu sein und zu leben und hinter dem zu stehen, was er ist.
Wie kommt es zum Bruch - zumindest empfinde ich es so - zwischen Strophen und Refrain? Die "Erzählerin" in den Strophen scheint mir ein Opfer zu sein, also jemand, der nicht frei sein durfte.
miLù: Nein, das stimmt nicht, so ist es nicht gemeint. Man kann es aber so verstehen - das finde ich auch das schöne daran.
AUS GOLD
miLù: Einer der wichtigsten Songs für mich und einer, der mir sehr, sehr viel bedeutet. Das wird sich wohl auch nie ändern.
War die Entscheidung nicht schwer, das Lied "Für mich bist Du aus Gold", das ja auch auf der Lim. Ed. und der Single ist, zugunsten dieser neuen Version in den Hintergrund treten zu lassen?
miLù: Ja, ich mußte - wollte - den Text erweitern, denn die Idee, den Song zu dritt zu singen und soweit zu öffnen, dass man ihn auch zu dritt singen kann, fand ich schön. Es ist eine ganz andere Variante, auch inhaltlich. "Für mich bist Du aus Gold" ist mir natürlich trotzdem sehr viel näher. Aber ich fand es reizvoll, auch ungewöhnlich, und es ist schön, dass es beide Versionen nach wie vor gibt, die zwar irgendwie gleich, aber doch wieder ganz anders sind.
SCHNAPPSCHUSS
miLù: Singe ich sehr gerne live...was ich schön und außergewöhnlich finde, ist der deutsche Text und die irgendwie orientalische Gesangslinie - eine sehr schöne Kombination, wie ich finde, weil es erst einmal widersprüchlich klingt. Die deutsche Sprache finde ich schon recht hart, und das dann in so einer fließenden orientalischen Linie...
DU MENSCH
miLù: Auch ein Statement. Es geht um die Frage: Was mache ich eigentlich? Ich laufe, renne in die Zukunft - was ist eigentlich hier und jetzt? Wie auch in "No Future in Gold" geht es darum, den Augenblick zu schätzen - das meinte ich vorhin mit der Nahtoderfahrung. Seit ich selbst im Koma lag, weiß ich, wie kostbar Leben ist und wie kurz es ist. Ich fand es gut, das auch einmal zu besingen. Das Leben ist nicht nur tragisch, sondern auch manchmal komisch und vor allem wunderschön. Es ist auf der einen Seite kurz, das kann bedrücken, auf der anderen Seite ist es schön, wenn man es einigermaßen schafft, zu leben. Das gelingt mir seit einiger Zeit immer besser, und das ist schön.
Eigentlich positiver als der Titel, "No future in Gold" klingt sehr traurig und resigniert.
miLù: Es ist beides - No Future, aber in Gold, eigentlich steht da ein "aber" dazwischen!
ZEITWAISE
miLù: Eigentlich auch wieder dasselbe Thema...wie gesagt, darum geht es viel! (lacht)
NIMM MICH
miLù: Mit einem kleinen Augenzwinkern zu sehen, durch das etwas freche Wortspiel "Nimm mich mit" und "Nimm mich"- einfach ein lebensbejahender, verliebter Song.
Lebensbejahend und augenzwinkernd geht es auch weiter:
DU BIST SCHÖN
miLù: Ja, verknallt sein, komplett verliebt sein.
Das ist ja eine Aussage, die ein Mann so nicht singen "dürfte": Wenn Dein Leben sinnlos erscheint, sage ich Dir, dass Du schön bist?
miLù: (lacht) Oh, ich habe das schon so ähnlich gehört, dadurch ist das Lied auch inspiriert. Auf jeden Fall kann ich dieses Lied, auch von der Klangfarbe her, nur lächelnd singen "Wenn Du einmal traurig bist..." (singt)
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Stimmt, das Lied macht einfach gute Laune, eignet sich auf gut für morgens.
miLù: Schon getestet? Sehr schön! (lacht)
MEIN FREUND DER BAUM
miLù: Ich mag den Song einfach, ich verbinde ihn mit meiner Kindheit. Alexandra hatte ja eine sehr kräftige Stimme, ich hätte so ähnlich singen können wie sie, ähnlich dramatisch, fand es aber reizvoll, ihn ganz anders zu interpretieren.
Das Orginal endet ja, zumindest im Ansatz, positiv, dieser Ausklang fehlt bei Dir.
miLù: Für mich ist es ein Abschiednehmen von der Kindheit - der Baum ist für mich die Kindheit, von daher hat es einfach etwas trauriges. Es ist für mich ein sehr trauriger Moment, man hätte es auch anders machen können. Es ist ja das reizvolle an Coverversionen, zu versuchen, dem ganzen eine andere Wendung zu geben.
NIE GENUG
miLù: Abschied - und die Feststellung, das es eben nie genug ist. Das ist aber auch wieder positiv, nicht nur traurig, es ist beides. Die Tatsache kann einem auch eine gewisse Grundzufriedenheit geben (lacht) Letztlich ist niemand perfekt.
LUSTSCHMERZ
miLù: Jaaa...einfach eine erotische Nummer, aber mit Augenzwinkern. "Komm ganz tief in mir", das ist schon eine ziemlich deutliche Sprache für eine Frau, das hat schon ein gewisses "wow". Musikalisch kommt es wie ein alter Klassiker daher, ich mag das Lied super gerne, es singt sich auch sehr schön.
Hast Du es für den Soundtrack von "Fucking different" geschrieben?
miLù: Nein. Kiki Petersen, der Produzent von Fucking different, und ich sind sehr gute Freunde, so kam das. Er hat auch die Videos zu "Aus Gold" und "Du bist schön" gemacht.
Wie kam es zu der Duett-Version mit Peter Heppner?
miLù: Das war Peters Idee. Wir saßen bei mir und haben über die Songs gesprochen, und er fand den Song ziemlich mutig und gewagt, und meinte dann... (lacht) Ich war erst skeptisch, ich singe den Song ja schon dreistimmig, decke also auch die tiefen Lagen ab und fragte mich: "Passt das?" Dann haben wir es einfach gemacht, und es klang gut! Tja, und dann haben wir beschlossen, das bringen wir raus.
Warum als Bonus- und nicht als reguläre Version?
miLù: Für mich ist es ein Bonus. Es ist mein Soloalbum, von daher dachte ich, es passt besser als Bonus. Für mich ist es auch ein Bonus von Peter, dass er gesagt hat: "Hey, da sing ich einfach mal mit.", was ja auch ein großes Kompliment an mich ist.
Es gibt ja auch sehr schöne Fotos dazu.
miLù: Ja,stimmt, haben wir jetzt gar nicht großartig genutzt! (lacht) Ja, das war schön, Hamburg, rote Laterne...
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Auf Deiner Homepage und der CD sind sowieso sehr schöne Fotos. Ist Dir dieses multimediale eigentlich wichtig?
miLù: Ja, das ist mir sehr wichtig, ich finde, das könnte man auch noch mehr machen. Hätte ICH Geld, dann sähe das alles noch anders aus (lacht)
Damit dürftest Du im Moment ja offene Türen einrennen - bei Deiner Plattenfirma Drakkar sowieso, die sind da ja sehr weit vorne, auch was den Internetauftritt mit Webplayern etc. angeht, aber auch in der ganzen Branche geht der Trend ja zu allerlei mehr oder weniger sinnvollen Special Editions.
miLù: Meine CD ist ja eigentlich ein klassisches Digipack, halt ein sehr dickes. Die meisten Bilder habe ich selber mit Selbstauslöser fotografiert, das fand ich sehr reizvoll...ich denke, das wird noch mehr werden. Einige ganz tolle Fotostrecken habe ich mit meiner Fotografin gemacht, die auch die Pressebilder gemacht hat. Für mich ist das auch ein wichtiges Medium, um herauszufinden, was ich will, im wahrsten Sinne des Wortes ein Spiegel!
UNTER MEINER HAUT
miLù: Einfach ein schöner Abschluß der ganzen "Reise" - wie ich vorhin schon sagte, die CD ist eine Art Tagebuch, und das letzte Statement ist "Ich kann lieben".
Sind weitere Singles geplant?
miLù: Nein, ich fange grade wieder an zu schreiben, fülle mich auf und mache weiter, schreibe an dem Buch und bastle an der Musik...
Sonstige Pläne?
miLù: Ja, ich habe bei einer sehr schönen Sache mitgemacht, Else Lasker-Schüler-Gedichte, gesungen z.B. von Katja Riemann, Gitte Haenning, Suzie Kerstgens, der Sängerin von Klee, Mieze von Mia - das sind sehr schöne Songs! Mit Schiller wird es vielleicht noch was geben...
Ihr habt ja mit „More“ noch einen unveröffentlichten Song "in der Hinterhand". Wird es darüber hinaus auch noch neue Songs geben?
miLù: Das ist noch zu unausgegoren, kann ich noch nicht sagen.
Die Frage nach Mila Mar spare ich mir, ich denke, die ist oft genug und hinreichend beantwortet...
miLù: Ja, das glaube ich auch. (lacht) Auf jeden Fall.
Damit sind wir dann auch bei der traditionellen letzten Frage. Magst Du unseren Lesern noch etwas mitteilen?
miLù: Ja, ein Hoch auf das Leben! Immer wieder: Genießt das Leben.
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Interview: Michaela Suchlich
Fotos: Michaela Suchlich
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